Voltaik und E-Fahrzeuge im Fokus

15. Solartag führt 17 unterschiedliche Unternehmen und Organisationen zusammen

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Bückeburg. „Wir sind sehr zufrieden“, hat das Resümee von Dieter Ahrens mit Blick auf den Verlauf des federführend von seiner Solartechnik-Firma im und am Bückeburger Rathaus auf die Beine gestellten Solartages gelautet. „Die Sonne, unser kostenloser Energielieferant, scheint, und die Gäste zeigen großes Interesse daran, wie man diese Energie nutzen kann“, meinte der Dachdeckermeister und Solarexperte angesichts erfreulicher Witterungsverhältnisse und positiver Besucherresonanz.

Der seit 2001 in unterbrochener Reihenfolge unter dem Motto „Energie sparen, Energie erzeugen“ veranstaltete Tag führte in diesem Jahr 17 unterschiedliche Unternehmen und Organisationen zusammen. Mit von der Solarpartie im Rathaussaal waren Versicherungen, Versorger und Finanzinstitute ebenso wie Hersteller, Händler und Handwerker. Darüber hinaus lieferte ein umfangreicher Vortragsteil aktuelle und fundierte theoretische Erkenntnisse.

Besondere Schwerpunkte bildeten diesmal Photovoltaik (PV) und Elektrofahrzeuge. „Wir wollen transparent machen, dass Photovoltaik sich nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch ökonomisch rechnet“, erklärte Ahrens. Vor zweieinhalb Jahrzehnten habe eine durchschnittliche PV-Anlage rund 15000 Euro gekostet. Mit willkürlich aufgebauten Barrieren sei seinerzeit die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien aus dem Markt herausgehalten worden.

1999 habe die Politik mit dem 100000-Dächer-Programm eine Kehrtwende vollzogen und Förderprogramme aufgelegt. Heute sei aus PV-Anlagen erzeugter Strom im Eigenverbrauch auch ohne Förderung preiswerter als der, der aus dem Netz gekauft werden kann. Ahrens: „Die Wahrheit, dass Solarstrom auch ohne hohe Einspeisevergütung wirtschaftlich rentabel ist, müssen wir offenbar noch stärker verbreiten als bisher, damit uns nicht nur die Begeisterten hören, die dies ohnehin bereits wissen.“

Bei den Elektrofahrzeugen galt die Aufmerksamkeit der Besucher Modellen der Hersteller Zero Motorcycles, Renault und Tesla. Zeros kombinieren Eigenschaften traditioneller Motorräder mit fortschrittlicher Technik, sind rund 160 Stundenkilometern schnell und verfügen über eine Reichweite von knapp 300 Kilometern. Renault zeigte einen Zoe. Das Tesla-Modell „S“ eines Hamelner Privatmannes beeindruckte als sprintstarke (von null auf 100 Stundenkilometern in drei Sekunden) Premium-Elektrolimousine mit Dualmotor-Allradantrieb.

Die Autos waren praktischerweise in der Nähe eines Solar-Carports in Augenschein zu nehmen. „Die auch als Unterstellschutz verwendbare Strom-Tankstelle liefert pro Jahr einen Ertrag von etwa 2600 Kilowattstunden“, führte Ahrens aus. Die als Messe-Angebot konzipierte Konstruktion ist auch über den Solartag hinaus zu erwerben.