Klimaschutz im Klassenzimmer

Sparkasse Schaumburg überreicht Energiesparkoffer an Schulen

ShowDocRinteln. Vier Energiesparkoffer haben im Rintelner Prinzenhof den Besitzer gewechselt: Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg überreichte sie den Vertretern vom Rintelner Gymnasium Ernestinum, der Herderschule in Bückeburg, der Schule Am Schlosspark in Stadthagen sowie der Schule am Deister in Rodenberg. Ein fünfter Koffer soll an eine Grundschule übergeben werden.

„Mit diesem Koffer wollen wir den Klimaschutz an Schulen fördern“, erklärt Burkhard Wolters, Klimaschutzmanager des Landkreises Schaumburg. Von ihm stammt die Idee zu dem Projekt „Klimaschutz macht Schule“. 2015 trat er damit an die Sparkasse Schaumburg heran, die sich bereit erklärte, es zu finanzieren. „In Zeiten geringer werdender Ressourcen sind uns Nachhaltigkeit und Klimaschutz besonders wichtig“, sagt Nitsche. „Die Förderung von Schulen betrachten wir außerdem als unseren öffentlichen Auftrag.“

Die Energiesparkoffer enthalten unter anderem Messgeräte. Sie sollen es den Jungen und Mädchen ermöglichen, ihre Schule auf Energieeinsparungen hin zu untersuchen. Mit einem Datenlogger können sie etwa die Lufttemperatur und -feuchtigkeit der Räume überprüfen und mit einem Luxmeter die angemessene Raumbeleuchtung ermitteln. Zudem können die Schüler ihre Messungen vergleichen und Verbesserungsmaßnahmen in Angriff nehmen. Mithilfe der digitalen Zeitschaltuhr sollen Kopierer und Drucker über Nacht oder am Wochenende automatisch abgeschaltet werden.

An den Schulen werden die Koffer bereits gespannt erwartet. „Die Freude bei unseren Schülern ist groß“, sagt Christoph Ochs, Lehrer am Ernestinum. Er leitet eine Umwelt-AG für Fünft- bis Siebtklässler und hat den Energieverbrauch mit den Schülern bereits über subjektives Empfinden getestet. „Da sind wir aber schnell an unsere Grenzen gekommen.“ Mit dem Koffer könne man nun genauer vorgehen.

„Die Schüler können nun Energierundgänge veranstalten, Lücken aufzeigen und Ziele definieren“, sagt Wolters. Es sei wichtig, dass sie sich frühzeitig über einen zukunftsfähigen Umgang mit Ressourcen Gedanken machen. „Das Gelernte nehmen sie dann mit nach Hause und werden so zu Multiplikatoren für den Klimaschutz.“

Damit möglichst viele Einrichtungen von den Energiesparkoffern profitieren, wird es ein Ausleihsystem geben. Nachdem sie einige Wochen an einer Schule verbracht haben, wandern die Koffer zur nächsten. Insgesamt 15 Schulen haben bereits Interesse an dem Projekt bekundet.